Was spricht für oder gegen Video- und/oder Audioübertragungen ins Web?
Einige Gründe dagegen
- So mancher Bürger könnte von so mancher polemisch geführten Diskussion enttäuscht sein.
- Es macht ein wenig Aufwand und kostet auch etwas. Aber: Aufwand und Kosten halten sich mehr als in Grenzen.
- Kleine Gemeinden könnte damit ein Problem haben. Aber: Sie könnten einfach engagierten Bürgern die Erlaubnis zum Streamen geben.
Viele Gründe dafür
- Weil diese betreffenden Sitzungen ohnehin öffentlich sind.
- Wenn Demokratie etwas kosten darf, sind damit nicht nur Parteiförderungen gemeint.
- Weil es fast ohnehin nichts kostet.
- Weil wir im 21. Jahrhundert neue Möglichkeiten haben und die auch gebrauchen sollten.
- Möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sollten an demokratischen Prozessen teilhaben können.
- Weil durch möglichst umfassende Teilhabe an demokratischen Prozessen deren Legitmiation steigt.
- Bürgerinnen und Bürger sollten ihre Souveränität nicht vollständig am Wahlabend abgeben.
- Durch die Übertragung und das Bewusstsein von höherer Öffentlichkeit könnte die Qualität des politischen Diskurses gesteigert werden.
- Das Interesse an Politik könnte steigen.
- Gesetze betreffen uns alle. Und so sollten wir auch wissen, wie sie zustande kommen.
- Weil es ja nichts zu verstecken gibt, oder?
- Bei der Überwachung von Bürgern wird meist argumentiert, wonach jene, die nichts zu befürchten hätten …
- Weil Archive des tatsächliche Gesprochenen verlässlicher sind als stenografische Protokolle. Abgesehen, dass hier weniger “Schönungen” passieren können, wird durch Bild- und Tonaufzeichnungen auch Emotion konserviert.
- Weil die Möglichkeit zur Aufzeichnung von Ton und Bild nicht von Willkür abhängen darf.
- Es ein Beitrag zur politischen Bildung junger Bürgerinnen und Bürger wäre.
- Weil dies ein großer Schritt Richtung einer Öffnung wäre.
- Weil es gerade von Gemeinderatssitzungen keine stenografischen Protokolle gibt und der Inhalt von Protokollen so der Willkür des Protokollführers unterliegt.
- Weil es manchmal ewig (Landtagssitzungen mehrere Monate, Gemeinderatssitzungen oft auch Jahre) dauert, bis Protokolle einsehbar sind.
- Weil man für aktive Bürgerbeteiligung am Puls der Zeit sein sollte.
- Weil das “Argument”, wonach “eh keiner zuhört oder zuschaut”, nicht gelten darf!